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Version vom 8. August 2019, 13:53 Uhr von Schelbeg (Diskussion | Beiträge) ("Der aktuelle Tipp zum Schluss")
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Über diese Seite sind alle bislang erschienenen Newsletter der Mediathek erreichbar. Die Newsletter werden über das allgemeine Nachrichtenforum in der Lernplattform Moodle verschickt. Sie können auch dort abgefragt werden [1] (Anmeldung erforderlich).

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"Der aktuelle Tipp zum Schluss"

Unter dieser Rubrik wird in den Newslettern seit 2013 auf interessante Webseiten, insbesondere solche mit Datenbanken, Tools, Bildkatalogen etc., hingewiesen. Hier sind sie nun noch einmal aufgelistet (im Ausbau, die Hinweise sind historisch; es ist möglich, dass einzelne Links nicht mehr funktionieren): Linktipps intern

2013.02 Bavarikon – Kultur und Wissenschätze Bayerns

Bavarikon – Kultur und Wissenschätze Bayerns (http://www.bavarikon.de/) ist ein am 16. April freigeschaltetes, übergreifendes Portal, erstellt von großen staatlichen Einrichtungen – Museen, Denkmalpflege, Bibliotheken – des Freistaats Bayern, mit dem Ziel, die Kulturgüter Bayerns über einen zentralen Zugang digital zugänglich zu machen. Fazit: Umfangreiches und vielfältiges Material, gut präsentiert. Die einzelnen Bereiche sind jedoch noch nicht wirklich miteinander verbunden (man kann z.B. nicht von einer Person zu allen mit ihr in Beziehung stehenden Kunstwerken gelangen, sondern erhält – bislang – nur einen gescannten Lexikonartikel).

2013.03 Your paintings tagger

Your paintings tagger (http://tagger.thepcf.org.uk/) ist ein mit maßgeblicher Unterstützung der BBC eingerichtetes Portal, das Digitalisate von Gemälden britischer Galerien zugänglich macht. Die BenutzerInnen werden dabei gleichzeitig eingeladen die Bilder im Sinn des „Crowd Sourcing“ oder „Social Tagging“ inhaltlich weiter zu erschließen. Indem die Struktur der Eingaben weitgehend vorgegeben wird, soll die Erschließung zuverlässige Inhalte produzieren. Daten können nur auf Englisch eingegeben werden und werden durch Vokabulare kontrolliert. Die Anlage eines persönlichen Profils ist die Voraussetzung, um mitzumachen. Dabei kann man beispielsweise eine Region oder Stadt oder sogar einzelne Sammlung auswählen, aus der Bilder zur Bearbeitung vorgelegt werden. Anders als bei dem Online-Spiel des Instituts für Kunstgeschichte in München, Artigo (http://www.artigo.org/), spielt der Zeitfaktor keine Rolle; der spielerische Charakter ist nur durch das persönliche Ranking gegeben, das man aufgrund der Zahl der getaggten Bilder erreicht.

2013.04 Rijksmuseum Amsterdam

Das im April 2013 nach längerer Renovierungspause wiedereröffnete Rijksmuseum in Amsterdam hat auch eine neue Webpräsenz. In gelungener Mischung zwischen buntem Bilderbogen, populär orientierter Didaktik und wissenschaftlichem Angebot (Online-Katalog, Suchbegriffe allerdings nur auf Niederländisch). Sehr mutig und aufgeschlossen, vermutlich aber auch marketingstrategisch klug, ist die Einladung, das Bildmaterial für eigene Schöpfungen einzusetzen. Vor dem freien Download des Materials muss man sich allerdings kostenlos registrieren: https://www.rijksmuseum.nl/en.

2014.01 Europeana 1914-1918 und Images of the French Revolution

Zu guter Letzt noch der Hinweis auf zwei sehenswerte Digitalisierungsprojekte, die sich mit historischen Ereignissen befassen: das EU-Projekt „Europeana 1914-1918“ stellt in einem umfangreichen virtuellen Archiv historische Dokumente zum ersten Weltkrieg, dessen Ausbruch sich 2014 zum hundertsten Mal jährt, zur Verfügung und zeigt dabei neben Quellen aus Nationalbibliotheken und Archiven auch private Erinnerungsstücke (http://www.europeana1914-1918.eu/de). Die Stanford University hat in Zusammenarbeit mit der Bibliothèque Nationale de France ein digitales Archiv zur Französischen Revolution aufgebaut (http://frda-stage.stanford.edu/en/images). Aus der Perspektive der politischen Ikonographie und der Mediengeschichte (Druckgraphik, Flugblatt) ist dieser überaus reiche und gut erschlossene Bestand auch für die Kunst-und Bildgeschichte interessant.

2014.02 Bilddatenbank des Winckelmann Instituts

Das Winckelmann-Institut der HU stellt in seiner Datenbank umfangreiches Bildmaterial zu Themen der Klassischen Archäologie zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Die laufend erweiterte Bilddatenbank umfasst derzeit 15.000 Digitalisate von Buch und Diavorlagen aus dem Bestand des Lehrbereichs sowie die dazugehörigen Metadaten. Zugang erhalten alle interessierten Benutzer nach vorheriger Anmeldung: https://www2.hu-berlin.de/iconicarchive_winckelmann-institut/

Achtung: Link nicht mehr in Funktion

2014.03 Curarium

Die von der Forschungsgruppe metaLAB der Universität Harvard entwickelte Internetplattform Curarium dient der Erforschung und Analyse digitaler Bildersammlungen. Vielseitige Tools, die von der Annotation einzelner Bilder bis hin zu bildübergreifenden Visualisierungen reichen, ermöglichen es den Nutzern sowohl einzelne Objekte als auch die Kontexte, aus denen diese stammen, miteinander in Beziehung zu bringen. Sammlungsbezogene Forschungsergebnisse können dadurch schnell, intuitiv und schrittweise erlangt und ausgetauscht werden. Dabei lassen sich dynamische Sammlungsportraits erstellen, die in der Lage sind Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen Bildern und Metadaten aufzuzeigen und in einer kollaborativen Umgebung präsentiert und weiter bearbeitet werden können: http://curarium.herokuapp.com/

Achtung: Link nicht mehr in Funktion

2014.04 ARTeducate

Nach Artigo ein weiteres Spiel aus dem Umkreis des Kunsthistorischen Instituts der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität: ARTeducate http://arteducate.com/site/index. Zum Spielen sind Registrierung und Anmeldung erforderlich. Das System befindet sich in der beta-phase, derzeit steht lediglich die Spielvariante „Attribution“ zur Verfügung. Bei dieser wählt man einen Künstlernamen aus und erhält dann nacheinander eine Reihe von Bildern, bei denen man entscheiden muss, ob sie dieser/m KünstlerIn zuzuordnen sind. Kommentar: Das ist zwar methodologisch nicht unbedingt avantgardistisch, aber gar nicht so einfach. Ausprobieren!

Achtung: Link nicht mehr in Funktion

2015.01 Graphic Atlas

Der vom Image Permanence Institute erstellte Graphics Atlas ist eine äußerst gut gemachte Webseite zu den verschiedenen fotografischen Techniken und fotoähnlichen Drucktechniken: http://graphicsatlas.org/. Bei der Durchsicht der hoch aufgelösten Bildbeispiele und (englischsprachigen) Informationen wird schnell deutlich: Foto ist nicht einfach Foto. Auch bei manchem gemeinhin als „Fotoabzug“ bezeichneten Objekt in der Fotosammlung der Mediathek handelt es sich eigentlich um kombinierte Belichtungs- und Druckverfahren – etwa bei den sogenannten Kohledrucken. Schon die Vielzahl an Einstiegsmöglichkeiten der Seite ist überwältigend: Man kann zwischen einer virtuellen Fotowand (visual browse), einer Liste der Techniken und einer Zeitleiste (timeline) wählen. Die einzelnen Beispiele können miteinander verglichen werden, sind unter verschiedener Beleuchtung wiedergegeben und werden teils sogar in Bewegung dargestellt, um die Oberflächenreflexion der unterschiedlichen Materialien zu zeigen. Wem das alles zu viel Auswahl ist, kann einfach das „image of the week“ per email abbonnieren und sich von dort in die Tiefe der Beispiele hineinbewegen. Ein Muss für alle, die sich für fotografische Techniken interessieren. Besser kann man die materiellen und technischen Differenzen wohl nur noch an Originalen sehen – wo dann aber in der Regel die Informationen fehlen.

2015.02 Google Art Institute

Die einzelnen Bestandteile sind bereits bekannt, aber die Gesamtheit ist neu: Google hat verschiedene Initiativen zum Google Art Institute zusammengefasst: https://www.google.com/culturalinstitute/. Die Angebote des Google Art Institute bestehen derzeit aus dem bekannten Google Art Project, einer Plattform zur Erschließung von Museumssammlungen, die sich einerseits durch die Integration extrem hoch aufgelöster Aufnahmen von Kunstwerken und andererseits durch die Möglichkeit auszeichnet, das jeweilige Museum mit der Technologie von Google Street View zu durchwandern. Neuerdings wird in diesem Rahmen auch Street Art präsentiert. Hinzu kommen die beiden Portale „Historic Moments“, eine Art Online-Museum zur Dokumentation historischer Ereignisse, und „World Wonders“, eine Dokumentation von bekannten Welterbestätten. Mit „Google Open Gallery“ (https://www.google.com/opengallery/) kündigt Google außerdem eine Plattform an, mit der Museen, Galerien und Archive Inhalte selbst präsentieren können. Bei aller Faszination für den Materialreichtum und nicht zuletzt die zunehmende technische Qualität dieser Plattformen muss man sich wohl die Frage stellen, ob ein Konzern wie Google hier nicht zu viel Marktmacht erlangt. Dennoch – oder gerade deshalb – sollten sich Kunst- und BildwissenschaftlerInnen diese ständig wachsenden Angebote gründlich ansehen.

2015.03 prometheus-App

Ausnahmsweise keine Webadresse: Das prometheus-Bildarchiv kann seit neuestem auch über eine mobile App verwendet werden, die über die meisten bekannten Funktionen des Online-Archivs verfügt. So können Nutzer nicht nur von unterwegs nach Abbildungen suchen und diese in Bildersammlungen organisieren, sondern auch direkt eigene – beispielsweise vom Original oder in einer Bibliothek aufgenommene – Bilder hochladen und diese verschlagworten.

2015.04 Sammlung Online der Berlinischen Galerie

Die Berlinische Galerie hat seit Anfang 2013 mit Unterstützung des Landes Berlin zur Förderung innovativer Digitalisierungsprojekte in Archiven, Bibliotheken und Museen einen Großteil ihrer Sammlung digitalisiert und am 19. Oktober online zugänglich gemacht. Über zwei Suchmodi, ausgewählte Highlights, ausgewählte Werkgruppen und über einen Grundriss der Sammlung (Punkt „Sammlungspräsentation“), kann man sich die Werke mit Bild und Daten ansehen. Mit „Meine Favoriten“ können während einer Sitzung Bilder gesammelt werden (ohne Anmeldung, die Sammlung verschwindet nach Schließen des Browsers wieder). Mit einem Permalink, den man z.B. in ein Word-Dokument einbaut, kann man jedoch jeden Datensatz wieder aufrufen. Die Bilder werden in einer mittleren Auflösung bereitgestellt (1024px Breite). Fazit: Überschaubare Funktionsvielfalt, aber sehr klar gestaltet: http://sammlung-online.berlinischegalerie.de/eMuseumPlus

2016.01 Artcyclopedia

Diesmal ein Tipp für eine sehr alte Seite: http://www.artcyclopedia.com/. Schon dem Design sieht man an, dass sie aus den 1990er Jahren stammt. Dennoch ist das Konzept interessant und letztlich auch aktuell. Artcyclopedia ist eine Art Meta-Datenbank, in der nach Künstlernamen gesucht werden kann. Mittels Abfragen über (redaktionell betreute und daher nicht immer reibungslos funktionierende) Verlinkungen zu einzelnen Museumsdatenbanken wird im Ergebnis angezeigt, welche Online-Kataloge von Museen und Sammlungen Werke dieser KünstlerInnen zur Verfügung stellen. Am Ende gelangt man also nicht zu irgendwelchen Abbildungen einer Artcyclopedia-Datenbank, sondern wird zu den – mitunter hervorragenden – Abbildungen und Daten der Sammlungen selbst geleitet. Ausprobieren mit dem/der LieblingskünstlerIn!

2016.02 Luminous Lint

http://www.luminous-lint.com/app/subscriptions/default/ ist eine überinstitutionelle Seite zu historischer Fotografie Seite: teils frei, teils nur mit Abonnement benutzbar (Info darüber in fotostoria.de: http://www.fotostoria.de/?p=232).

2016.03 Städel Digitale Sammlung

http://www.staedelmuseum.de/de/angebote/staedel-digitale-sammlung. Unter dem Begriff des Schlenderns, nunmehr bereits rund ein Jahr in Betrieb. Unter dem Motto „inspirierende Suchbegriffe“ werden Suchbegriffe vorgeschlagen, die . Ebenso werden auf jeder Ebene bereits „inspirierende Werke“ in Form kleiner Bildchen vorgeschlagen, die man direkt anklicken kann. Nirgends wird man mit Textfülle überfordert; „klassische“ Information erhält man erst auf Anforderung durch Anklicken eines Info-Buttons. Zum „Schlendern“ ist das sehr schön, für die wissenschaftliche Arbeit wäre vielleicht eine alternative nüchternere Oberfläche sinnvoll. In der Welt des (wissenschaftlichen) Internet wären vor allem Elemente wie persistente Adressen, mit denen die einzelnen Werke direkt und dauerhaft angesprochen werden können sowie Schnittstellen erforderlich, die hier nicht angeboten werden. Die rüde Kritik des Historikers und Archivars Klaus Graf ist jedoch zumindest vom Ton her überzogen (https://archivalia.hypotheses.org/2129)

2016.04 Digitales Belvedere

Das Belvedere in Wien hat seinen Web-Auftritt völlig neu gestaltet: http://digital.belvedere.at/. Dieser bietet einen Online-Katalog, der neben etlichen neuen Features, wie der Option zum „Stöbern & Flanieren“ und dem Recherchieren von Iconclass-Motiven auch – nach eigenen Angaben im deutschsprachigen Raum wohl erstmalig – das Verfolgen von Aspekten der Bildorganisation wie „Blickkontakt“ oder „Zeigefigur“ berücksichtigt (allerdings scheint es, als müssten diese Begriffe vorher bekannt sein, um gesucht werden zu können). Die anspruchsvolle digitale Agenda ist in der „Einführung“ erklärt: http://digital.belvedere.at/introduction

2017.01 Pharos. The International Consortium of Photo Archives

Der 2013 gegründete Zusammenschluss historischer Fotoarchive (der Kunstgeschichte) hat sich unter anderem eine bessere Zugänglichkeit der Sammlungen ihrer Mitglieder zum Ziel gesetzt. Hierbei ist unter anderem an eine digitale Erschließung und Vernetzung der Bestände gedacht, was bei Fotografien – ebenso wie Druckgraphik – naheliegt, aber aus administrativen und anderen Gründen bislang eher zögerlich umgesetzt wurde. Die Vereinigung stellt sich auf der Homepage unter verschiedenen Aspekten dar. Besonders interessant ist eine Funktion der Seite, nämlich die visuelle Bildsuche. Sie greift bislang nur auf die eher bescheidene Anzahl von knapp 100.000 Bildern zu und liefert evtl. auch aufgrund des Algorithmus noch nicht sehr viele Ergebnisse, aber das wird sich sicherlich im Lauf der Zeit steigern: http://images.pharosartresearch.org/. – ausprobieren!

2017.02. HistoMap Berlin

HistoMap Berlin, ein gemeinsames Projekt des Landesarchivs und der Beuth Hochschule, macht historisches Kartenmaterial von Berlin online zugänglich: http://histomapberlin.de/histomap/de/index.html. Es handelt sich um ein Web-GIS (Geographic Information System), das die Karten jeweils geographisch korrekt anzeigt. Die Anwendung ist hervorragend geeignet, nicht nur um allgemein nachzuvollziehen, wie sich Berlin im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt hat, sondern auch um einzelne Kartenausschnitte im Vergrößerungsmaßstab anzusehen sowie einzelne Grundstücke und Bauten aufzurufen. Aus der Perspektive der Architektur- und Kunstgeschichte wäre es wünschenswert, wenn noch weitere Informationen (z. B. zu Beständen in Bildarchiven, Plansammlungen oder Archiven) mit den jeweiligen Grundstücksflächen verknüpft wären.

2017.03. Online-Katalog der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

Die Staatlichen Gemäldesammlungen des Freistaates Bayern (so der offizielle Name der Pinakotheken und weiterer Zweigmuseen) sind 2017 vergleichsweise spät mit einem Online-Katalog aufgetreten (von den großen Gemäldesammlungen ist nur Dresden noch später dran): https://www.sammlung.pinakothek.de/de/ . Aber wer spät kommt, ist meistens auch aktueller und technisch fortgeschrittener – so jedenfalls in der digitalen Welt. Die Datenbank arbeitet schnell und das ganze Design ist sehr ansprechend gestaltet und auf intuitive Benutzbarkeit angelegt. Das geht diesbezüglich schon so weit, dass es gar keine „Expertensuche“ mehr gibt. Uns wurde allerdings mitgeteilt, dass eine solche noch in diesem Jahr integriert wird. Besonders hervorzuheben ist, dass sehr viele Depotwerke aufgenommen wurden, die nie oder seit langem nicht einmal in Zweigmuseen gezeigt wurden, auch wenn von diesen Werken keine aktuellen Digitalisate, sondern nur ältere Schwarzweiss-Fotos vorhanden sind. Bei vielen dieser Werke handelt es sich um Kopien nach bekannten Meistern, die sich bspw. in bischöflichen Residenzen befanden und im Zuge der Säkularisation in Staatsbesitz gebracht wurden, obwohl man schließlich nichts damit anzufangen wusste (man suche bspw. einmal „Caravaggio“). Der Zugang zu derartigem Material könnte auch neue Forschungen anregen, etwa zur Rezeption italienischer und französischer Kunst in Süddeutschland im 17. Und 18. Jahrhundert.

2018.01. Das Graphikportal

Das im November 2017 freigeschaltete Graphikportal (https://www.graphikportal.org/) vereinigt die digitalen Katalogisate zahlreicher Graphiksammlungen im deutschsprachigen Raum. Betrieben wird das vom Arbeitskreis Graphik vernetzt initiierte Portal von Foto Marburg. Ein Schwerpunkt liegt auf älteren Handzeichnungen und Druckgraphiken – nicht zuletzt deshalb, weil hier keine Urheberrechtsprobleme auftreten. Verwandte und vorangehende Unternehmungen, die ebensfalls von Foto Marburg koordiniert wurden, sind das Projektportal Digitales Kupferstichkabinett online (http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de/) und der digitale Proträtindex (http://www.portraitindex.de/).

2018.02 RKDexplore

Das RKD, früher Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, heute Nederlands Instituut for Kunstgeschiedenis – Niederländisches institut für Kunstgeschichte – genannt, ist eine 1932 gegründete kunsthistorische Zentraleinrichtung. Wie auch andernorts (ZI München) bestand ihr Kern einst in einem Fotoarchiv und einer Bibliothek. Inzwischen sind viele digitale Informationsspeicher hinzugekommem. Der in Englisch und Niederländisch angebotene Webauftritt ist bereits seit längerer Zeit in Betrieb, aber insgesamt hochmodern und vorbildlich, so dass darauf in dieser Reihe ebenfalls einmal hingewiesen werden soll. Neben statischen Seiten mit Informationen zum Institut und seiner Geschichte fasst er unter dem Portal RKDexplore die verschiedenen Datenbanken des Instuts zusammen (https://rkd.nl/en/explore/). Dies sind u.a. RKDartists (Künstlerdatenbank), RKDimages (Bilddatenbank), RKDportrait (Porträtdatenbank), RKDtechnical (kunsttechnologische Daten), RKDlibrary (Bibliographie), RKDarchives (Archivalien), RKDcollections (Sammlungen und Archive). Die Datenbanken sind miteinander verknüpft. Man kann sowohl in den einzelnen Datenbanken als auch allen diesen Datenbank zugleich suchen. Dabei können nicht nur Suchbegriffe eingegeben werden, sondern es kann aus Begriffslisten oder Zeitgangaben gewählt werden. Bei der Anzeige eines Datensatzes zu einer Person, einem Werk etc. werden Ergebnisse der verbundenen Datenbanken angezeigt und man kann für weitere Informationen zu diesen springen. Sowohl die Personendatensätze (Künstler) als auch die Werkdatensätze sind oft sehr reichhaltig und und zeigen Verbindunen zu anderen Werken oder Personen, Entstehungs- und Aufenthaltsorte mit Karte, und selbstverständlich Literatur und Archivdokumente. Wichtig ist, dass alle Datensätze mit einem eindeutigen und stabilen Identifier versehen sind, so dass sie in anderen Zusammenhängen referenziert werden können. Als Beispiel sei der Datensatz von Jakob Philipp Hackert herausgegriffen: https://rkd.nl/en/explore/artists/35088. Der allgemeine inhaltliche Schwerpunkt der Daten liegt jedoch erwartungsgemäß bei niederländischer Kunst und hierbei vor allem bei Malerei und Graphik.

2019.01 Connect Vermeer

Connect Vermeer versucht, das Netzwerk von Johannes Vermeer, der oft als einsames Genie stilisiert wurde, mit Mitteln einer Website darzustellen. Ein internationales Projektteam hat die Seite unter der Federführung der National Gallery of Ireland in Ergänung zur Ausstellung "Vermeer and the Masters of Genre Painting – Inspiration and Rivalry" konzipiert und umgesetzt. Besonders interessant ist der Versuch, das komplizierte Beziehungsge-flecht zwischen Vermeer und sechzehn anderen niederländischen Genremalern des siebzehnten Jahrhunderts mit Mitteln einer Datenbank und interaktiven Netzwerkgrapiken darzustellen. Auf diese Weise können die Nutzer sich zeigen lassen, welche Künstler miteinander verbunden waren und wie stark diese Verbindungen waren sowie welche Bilder als "Inspiration" für andere dienten. Es bleibt natürlich kritisch zu fragen, auf welcher Grundlage und in welcher Hinsicht diese Verbin-dungen jeweils festgestellt werden können. Wer sich nur einmal einen Eindruck von diesem Web-angebot verschaffen will, kann sich den professionell gemachten Einführungsfilm ansehen.

http://connectvermeer.org/

2019.02 eLaterna

Der Einsatz des Dias in der Kunstgeschichte hatte einige Mühe, sich von den Jahrmarktseffekten zu befreien. Die Anfänge der „Kunst der Projektion“ erforscht und archiviert die Plattform eLaterna unter der Projektleitung von Marin Loiperdinger und Claudine Moulin an der Universität Trier. Die Beta-version der Plattform kann erkundet werden unter:

https://elaterna.uni-trier.de/